Klimawandel mitgestalten– Ökosystemleistungen des
Feuchtgrünlands stärken!

Zielsetzung Wirksames Kompensationsflächen-
management
im Klimawandel

Der weltweite Klimawandel gefährdet bereits heute hochempfindliche Arten und Lebensräume. Er bedroht damit auch die Entwicklung von Kompensationsmaßnahmen. Das Bremer Verbundvorhaben „Kompensationsflächenmanagement im Klimawandel (KommKlima)“ will beispielhaft untersuchen, wie gefährdet die langfristigen Erfolgsaussichten von Kompensationsmaßnahmen im Klimawandel sind und wie diese unter den Bedingungen des Klimawandels gesichert werden können.
Dazu prognostizieren die Hanseatische Naturentwicklung GmbH und das Institut für

Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover zukünftige Veränderungen und analysieren mögliche Wirkfaktoren genauer. Verschiedene Anpassungsmaßnahmen im Grünland sollen die erwarteten Veränderungen abmildern und die Resilienz der Lebensgemeinschaften stärken. Die Begleitforschung evaluiert die umgesetzten Maßnahmen und gibt Ziel- und Handlungsempfehlungen zu deren Pflege. Sie liefert zudem methodische Hinweise und Kriterien für die Wahl und Gestaltung klimaplastischer Kompensationsmaßnahmen in der Eingriffsregelung und deren Finanzierung.

Projektgebiet

Projektgebiet:

Das Projektgebiet liegt im südlichen Stadtgebiet Bremens. Mit seinen baumfreien Grünlandflächen, durchzogen von zahlreichen Gräben sowie vielfältigen Auenlebensräumen, ist es Teil des europäischen Natura 2000-Netzes und hat hohe Bedeutung u. a. für Wiesenvögel.

Forschungsfragen Welche Kompensationsmaßnahmen
versprechen gute Erfolgsaussichten?

  • Welche möglichen Folgen hat der Klimawandel auf die Arten und Biotope des Bremer Feuchtgrünlandes?
  • Inwieweit können die Entwicklungsziele der Kompensationsflächen zukünftig noch erreicht werden?
  • Welches sind geeignete Anpassungsmaßnahmen zur Sicherung der Lebensgemeinschaften?
  • Wie kann die Eingriffsregelung die wachsenden Unsicherheiten zum künftigen Kompensationserfolg methodisch über das Konzept der Ökosystemleistungen und deren Inwertsetzungeinbeziehen?
  • Können neue Finanzierungsmodelle für eine langfristige Sicherung der Pflege und Unterhaltung von Kompensationsmaßnahmen entwickelt werden?

Teilprojekte Erprobung von Anpassungsmaßnahmen und
Weiterentwicklung der Eingriffsregelung

Die verschiedenen Forschungsfragen werden in drei thematischen Arbeitsschwer­punkten bearbeitet:

Teilprojekt 1: Umsetzung von Maßnahmen im Gelände

Die Umsetzung der Anpassungsmaßnahmen im Gelände erfolgt im Teilprojekt 1 durch die Hanseatische Naturentwicklung GmbH unter der Leitung von Dipl.-Ing. Kerstin Kunze.

Teilprojekt 2: Felduntersuchungen zur ökologischen Effizienzforschung

Die Wirkungskontrollen zu den Maßnahmen führt im Teilprojekt 2 das Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Reich durch.

Teilprojekt 3: Berücksichtigung klimawandelbedingter Anforderungen in der Eingriffsregelung

Fragestellungen zur methodischen Weiterentwicklung der Eingriffsregelungbearbeitet im Teilprojekt 3 das Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover unter der Leitung von Prof. Dr. Christina von Haaren.

Aktuelles

Februar 2017
1. PAG-Sitzung

Am 16. Februar 2017 findet die erste projektbegleitende Arbeitsgruppen-Sitzung in den Seminarräumen der botanika Bremen statt. Führende Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutieren über die Folgen des weltweiten Klimawandels für die Naturschutzflächen im Bremer Feuchtgrünland.

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Februar 2017
Exkursion ins Projektgebiet

Am 17. Februar 2017 findet im Rahmen der PAG-Sitzung eine Exkursion in das Projektgebiet statt, bei der die naturschutzfachliche Bedeutung des Gebietes und die dort realisierten Kompensationsflächen im Mittelpunkt stehen.

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Infobox

Projekttitel:

Kompensationsmaßnahmenmanagement in Klimawandel (KommKlima)

Kurzbeschreibung:

Erarbeitung methodischer Hinweise und Kriterien für die Wahl und Gestaltung
klimaplastischer Kompensationsmaßnahmen in der Eingriffsregelung zur langfristigen
Erreichung der Kompensationsziele auch unter den Bedingungen des Klimawandels.

Projektgebiet:

Bremen, Natura 2000-Landschaftsschutzgebiet Niedervieland, Naturschutzgebiet Brokhuchting

Verbundpartner:

Hanseatische Naturentwicklung GmbH, Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover

Fördermittelgeber:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bundesamt für Naturschutz (BfN)
mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Laufzeit:

01.04.2016 bis 31.03.2021

Ansprechpartnerin:

Frau Dipl.-Ing. Kerstin Kunze |
 E-Mail: Kunze@haneg.de | Tel: 0421 27 70 046